Saison: 2017/2018

Saison 2017/2018

Germania Wernigerode — SV Hötensleben

4:2

Von: Hans Joachim Sarnes 

Bei frostigen Temperaturen und eisigem Wind übernahm der Gast aus dem Bördekreis, nach einer kurzen Abtastphase, sofort die Initiative. Von hinten heraus wurden die Bälle immer wieder zügig und genau über die entsprechende Anspielstationen in die torgefährliche Zone gebracht und so für Torgefahr gesorgt. Bereits in der 4. Minute kam Andras Meßner das erste Mal zum gefährlichen Torabschluss, als er das präzise Zuspiel seines Mitspielers Fabian Kittel direkt verwertete. Das Leder strich nur knapp am Pfosten vorbei. In der 10. Minute dann eine folgenschwere Fehlentscheidung des Unparteiischen, der dem SVH einen glasklaren Elfmeter verweigerte, als Andreas Meßner im Wernigeröder Strafraum von seinem Gegenspieler mit beiden Händen umgerissen wurde. Auch aus Wernigeröder Sicht hätte es Strafstoß geben müssen. Fast im Gegenzug wurde das Foulspiel eines Hötensleber Abwehrspielers mit Freistoß ca. ein Meter vor der SVH-Strafraumgrenze bestraft. Trotz Mauerbildung wurde der Ball direkt verwandelt. Dieser Treffer schien nicht ganz unhaltbar. Die Gäste ließen sich davon aber nicht beein-drucken, sondern spielten weiter geordnet nach vorn und kamen zu weiteren Torchancen, die jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen wurden, da zum einen das Quäntchen Glück fehlte und andererseits der gute Wernigeröder Schlussmann sich mehrfach auszeichnen konnte. In der 33. Minute gelang den Gästen dann doch der hochverdiente Ausgleich durch Björn Ohnesorge, der nach einem schnellen Konter über die Außenbahn von Tobias Kittel schön bedient wurde und den Ball platziert flach ins lange Eck schob. Wie aus dem Nichts kamen die Hausherren in der  37. Minute zur erneuten Führung. Ein  relativ harmloser Flankenball in den Hötensleber Strafraum konnte, trotz nomineller Überzahl an SVH- Spielern, nicht entscheidend geklärt werden, weil es an der Zuordnung und Konsequenz mangelte. Die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich der Gäste vergab in der 44. Minute Dustin Brömse, der, freistehend und unbedrängt, einen vom Torpfosten zurückspringenden Ball nicht im leeren Tor unterbringen konnte, zumal der Torhüter nicht mehr eigreifen konnte. Die Gäste boten in der ersten Halbzeit jedoch eine  gute Mannschaftsleitung, in welcher der Youngster Fabian Kittel positiv auffiel, da er mit seiner resoluten Zweikampfführung und seinen präzisen Zuspielen immer wieder Akzente setzte. 

Wer nun glaubte, der SVH, würde an diese Leistung in der zweiten Hälfte anknüpfen, das Ergebnis noch zu drehen, wurde arg enttäuscht. Was die Brömse- Schützlinge nach dem Seitenwechsel fußballerisch ab-lieferten, hatte mit Landesklasseniveau wenig zu tun. Ideenlos, fehlende Laufbereitschaft, eine hohe Anzahl von Fehlpässen sowie viele zerfahrene und überhastete Aktionen im Spielaufbau führten dazu, daß der SVH in Halbzeit zwei nur noch eine klare torgefährliche Aktion zustande brachte, als Steffen Zachers Distanzschuss vom Wernigeröder Keeper an die Latte abgefälscht wurde (73. Minute). Ansonsten war es ein müdes Gekicke, was von beiden Teams geboten wurde. Daß die Gastgeber trotzdem noch zu zwei Trefffern kamen, war  nicht Ausdruck deren Spielstärke, sondern das Ergebnis des leichtsinnigen und fehlerhaften Abwehrverhaltens des SVH. Nach den Gegentreffern wurde bei den Gästen leider auch der unbedingte Wille und das Aufbäumen um eine Ergebniskorrektur vermisst. Das zweite Tor der Gäste erzielte in der 90. Minute Andreas Meßner. Es war leider nur noch Ergebniskosmetik.  

 

Aufstellung SVH:  Weiss- Doerge, Brömse, Meßner, Zacher, Ohnesorge, Tobias Kittel, Peine, Fabian Kittel, Hartmann, Künne.  

Torfolge:  1:0    Seil  (19.), 1:1   Ohnesorge  (33.),   2:1   Seil  (37.),   3:1   Steiner (70.),    4:1  Golz  (85.),  4:2  Meßner (90.) 

SR:  Frank Schinke  (Bernburg)       ZS:    42

Eintracht Osterwieck — SV Hötensleben

2:0

Von: Hans Joachim Sarnes 

Auch wenn es für die Gäste zu einem positiven Ergebnis nicht gereicht hat, so muß man der Mannschaft trotzdem Lob zollen, denn Einstellung, Engagement und kämpferisches Aufbegehren haben gestimmt. Nicht nur die massiven Personalprobleme, sondern auch die Benachteiligungen durch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen mußte der SVH in dieser Begegnung wegstecken. Mit dem kurzfristigen Ausfall von Winkler und Wiedecke standen dem Gast acht (!!) Spieler nicht zur Verfügung, so daß Coach Matthias Brömse nur zehn Feldspieler und zwei Torhüter aufbieten konnte, was sich im Laufe der Partie noch negativ auswirken sollte, denn die Mannschaft beendete das  Spiel nur mit neun 9 Spielern (ab der 73. Minute).In der ersten Halbzeit tat sich auf dem Rasen recht wenig, Die Gäste standen tief und liefen ihre Gegenspieler erst in Höhe der Mittelinie an, um dann entsprechende Nadelstiche zu setzen. Die Hausherren konnten aus ihrer optischen Überlegenheit jedoch wenig Nutzen ziehen, die Zuspiele in die Tiefe waren zu ungenau, darüber hinaus standen die Gäste kompakt und ließen wenig zu. Erwähnenswert eigentlich nur drei Aktionen in Halbzeit eins. In der 12. Minute stürmte Dustin Brömse nach perfektem Anspiel allein aufs Osterwiecker Tor zu, sein Abschluss im Strafraum kam jedoch zu spät, so daß der Torhüter Sieger blieb. Im Gegenzug vereitelte der SVH- Keeper Christian Weiß mit einer Ganzparade den Führungstreffer durch Steve Elle. In der 23. Minute konnte sich wiederum der SVH- Torhüter auszeichnen, als er einen fulminanten Schuss von Philip Matzelt von der Strafraumgrenze zur Ecke entschärfte. Dann die erste krasse Fehlentscheidung des Unparteiischen in der 36. Minute, die zum 1:0 für die Heimelf führte. Ein platzierter flacher Distanzschuss wurde vom SVH- Keeper nach vorn abgewehrt. Beim Nachsetzen wurde der SVH- Tor-hüter, der im Begriff war den Ball zu sichern und die Hand schon über dem Ball hatte, von einem Osterwiecker rüde angegangen und der Ball über die Linie gestochert. Ein eindeutiges Foul am Torhüter, das leider nicht geahndet wurde. Torhüter Weiß verletzte sich bei dieser Aktion am Kopf und konnte nicht mehr weiterspielen. Für Ihn kam Daniel Urban zum Einsatz. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste offensiver, es wurde ein Spiel auf Augenhöhe. In der 55. Und 60. Minute zwei Großchancen für den SVH. Zunächst scheiterte Andreas Meßner nach einem Laufduell am  Osterwiecker Torhüter, dann konnte Dustin Brömse in freier Position den Torhüter nicht überwinden. Als Dustin Brömse im Strafraum dem vom Torhüter  abprallenden Ball nachsetzen wollte, wurde er regelwidrig behindert. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb wieder stumm. In der 68. Minute mußte Andreas Meßner verletzungsbedingt, ohne gegnerische Einwirkung, den Platz verlassen (Muskelbündelriss). Fünf Minuten später erwischte es Steve Rzehaczek, der nach einem Foulspiel, mit Gelb Rot, das Feld räumen musste. In der verbleibenden Spielzeit hatten die Gastgeber dann noch Torchancen, doch Daniel Urban war in dieser Phase ein starker Rückhalt seiner Mannschaft. Am Treffer zum 2:0 für die Gastgeber, aus stark abseitsverdächtiger Position, konnte er jedoch nichts machen. Aus SVH- Sicht ein Ergebnis mit fadem Beigeschmack. 

Aufstellung SVH:  Weiss (36. Urban)- Doerge, Rudloff, Burchhardt, Brömse, St. Rzehaczek, Meßner, Domagala, Ohnesorge, F. Kittel, Hartmann. 

Torfolge:   1:0    Wagner  (36.)  ,    2:0    Elle  (85.) 

ZS:   79              SR:   Lemaire  (Sangerhausen)